Chefdirigent
Prof. Nicolás Pasquet
Nicolás Pasquet wurde 1958 in Montevideo/Uruguay geboren. Dort studierte er Violine und Orchesterleitung an der Hochschule für Musik. Im Anschluss führte er seine Studien in beiden Fächern an der Musikhochschule Stuttgart fort.
Ab 1981 wurde er regelmäßig als Gastdirigent der Orchester seiner Heimat verpflichtet und war dort in den Jahren 1992 und 1993 Chefdirigent. des Staatlichen Rundfunk-Sinfonieorchesters.
1984 und 1986 gewann Nicolás Pasquet die Bundesauswahl des Deutschen Musikrates für Dirigenten; 1987 erhielt er den 1. Preis beim Internationalen Dirigentenwettbewerb in Besançon/Frankreich, bei dem ansonsten lediglich zwei dritte Preise vergeben wurden.
Seither arbeitete er mit namhaften in- und ausländischen Orchestern darunter den Stuttgarter Philharmonikern (auch Rundfunk- und CD-Aufnahmen), dem Orchester des NDR Hannover, dem, Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, den Nürnberger Symphonikern, dem Orchestre du Capitole Toulouse, dem Orchestre Lamoureux Paris, der Jenaer Philharmonie, dem Philharmonischen Orchester Erfurt, dem Queensland Philharmonic Orchestra Brisbane, Australien, dem Münchner Rundfunkorchester, der Philharmonie Gotha/Suhl, den Göttinger Symphonikern, dem Orchester der Allgemeinen Musikgesellschaft Basel.
Tourneen führten ihn in die Schweiz, nach Italien, Spanien, die Tschechische Republik, Portugal, Ungarn, Frankreich, Kroatien, Griechenland, Südamerika (Chile, Uruguay, Brasilien, Kolumbien), in die USA, nach Australien, Süd-Korea und Namibia.
Von 1993 bis 1996 war Nicolás Pasquet Chefdirigent des Sinfonieorchesters der Stadt Pécs in Ungarn. Mit diesem Orchester produzierte er für Marco Polo das gesamte sinfonische Schaffen des ungarischen Komponisten Lászlo Lajtha (insgesamt 7 CD). 1998 wurden ihm aufgrund seines Einsatzes für die ungarische Musik der Béla Bartók/Ditta Pásztory-Preis und der Preis der Lászlo-Lajtha-Stiftung verliehen, die beide in Budapest vergeben werden.
Von 1996 bis 2001 wirkte er als GMD bei der Neubrandenburger Philharmonie. Zwischen diesem Orchester und dem Deutschlandfunk in Köln sowie dem Deutschland Radio Berlin bestand in dieser Zeit eine enge Zusammenarbeit.
In der Saison 2001/02 war Nicolás Pasquet in der Position des Chefdirigenten des Orchesters des Landestheaters Coburg für dessen Sinfoniekonzerte verantwortlich. Seither arbeitet er immer wieder mit diesem Orchester.
Für Naxos hat Nicolás Pasquet eine Serie mit Fagottkonzerten von der Frühklassik bis zur Romantik mit dem Fagottisten Albrecht Holder aufgenommen. Im gleichen Label hat er mit Friedemann Eichhorn, Violine und dem SWF-Sinfonieorchester zwischen 2007 und 2009 sämtliche Violinkonzerte von P. Rode eingespielt.
Nachdem der Dirigent bereits einige Jahre Dozent am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg war, folgte er 1994 einem Ruf als Professor für Orchesterleitung an die Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar, wo er eine Dirigierklasse betreut und das Hochschul-Symphonieorchester sowie das Kammerorchester dirigiert. Seit 2006 ist er Dekan seiner Fakultät.
Im Oktober 2008 hielt Nicolás Pasquet als Gast-Dirigent und –Professor an der Meadows School of Arts der Southern Methodist University in Dallas/Texas (USA) einen Dirigier-Meisterkurs ab und dirigierte zwei Konzerte mit dem dortigen Sinfonieorchester.
Darüber hinaus arbeitet Nicolás Pasquet regelmäßig als freischaffender Konzert-Dirigent, sowohl mit professionellen als auch mit zahlreichen Elite-Jugendorchestern, darunter das Baden-Württembergische Landesjugendorchester, das Kammerorchester Schloss Belvedere Weimar oder das Interregionale Jugendorchester Baden-Württemberg (IRO), das junge Musiker/innen aus 10 Nationen vereint und dessen künstlerische Leitung er 15 Jahre lang inne hatte.
Beim LJSO Hessen war Nicolás Pasquet in den Jahren 2005 und 2008 zu Gast. Seit März 2009 ist er Chefdirigent unseres Orchesters.



