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Die Solisten des Landesjugendsinfonieorchesters

Osterarbeitsphase 2010
Oscar Bohórquez, Violine

Oscar Bohórquez 2004 sagte Christoph Eschenbach: "Oscar Bohórquez ist einer der vielver-sprechendsten jungen Geiger. Seit einigen Jahren beobachte ich seine Karriere und kann bestätigen, dass seine her-vorragende Technik, seine musikalische Tiefe und sein Charisma außerordentlich sind." Im September 2009 hat Oscar Bohórquez sein Debüt als Solist mit dem London Philharmonic Orchestra gespielt. Zur gleichen Zeit kam sein Solo Album mit Werken von Piazzolla, Bertold Hummel, und Ysaye bei amazon.com auf den Markt.

Im Januar 2008 erschien das Album "Seduced" in London, das Oscar Bohórquez gemeinsam mit seinem Bruder, dem Cellisten Claudio Bohórquez, eingespielt hat. Anlässlich des Neujahrskonzertes 2007 gastierte Oscar Bohórquez im Gewandhaus Leipzig mit dem MDR Sinfonieorchester. Solistisch konzertierte der junge Violinist in Deutschland in der Berliner Philharmonie, Gewandhaus Leipzig, Musikhalle Hamburg, Stuttgarter Liederhalle, Konzerthaus Karlsruhe, Beethovenhalle Bonn, und die Meistersingerhalle Nürnberg. International gastierte er zuletzt mit der London Philharmonic im Eastbourne Congress Theatre.

Im Rahmen des Kronberger Kammermusikfestivals musizierte Oscar Bohórquez mit Gidon Kremer und Boris Pergamenschikow. Es folgten weitere Festivalauftritte u.a. beim Bebersee Festival, und musik:landschaft Westfalen 2009. Darüber hinaus ist er in der Kammermusik international engagiert, so war er in den USA, Grossbritannien (London- Royal Academy, Barbican), Spanien, Schweiz (Zuerich, Basel, Luzern), Deutschland, Tschechische Republik (Rudolfinum-Prag), Peru und Uruguay unter anderem mit Julius Berger, Markus Groh, Claudio Bohórquez tätig.

2010 folgen Kammermusikprojekte mit Antoine Tamestit, Kirill Gerstein und Daishin Kashimoto, wie auch Solo Tourneen mit Bartok Violinkonzert und Brahms Doppelkonzert.

Von 1998 bis 2002 studierte Oscar Bohórquez bei Aaron Rosand am renommierten "Curtis Institute of Music" in Philadelphia/USA. Von 2002 bis 2008 studierte er bei Günter Pichler, Primarius des Alban-Berg-Quartetts, an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien.

Anregung in Zeitgenössischer Musik erhielt Oscar Bohórquez beim Komponisten Bertold Hummel in Würzburg durch die Erarbeitung dessen Suite für Violine Solo (1979) op.78.

Oscar Bohórquez residiert zur Zeit in London. Er spielt auf der Giovanni Battista Guadagnini "Grande Dame" aus dem Jahre 1770, ehemalig im Besitz von G.Pichler/Alban Berg Quartett.

Winterarbeitsphase 2009 / 2010
Hans Christoph Begemann

Hans Christoph Begemann Hans Christoph Begemann wurde 1962 in Hamburg geboren. Er studierte Gesang bei Claus Ocker, Ernst Haefliger und Aldo Baldin und ist erster Preisträger des Internationalen Schubert-Wettbewerbs in Osaka. Er war mit 18 Jahren Konzertmeister des Landesjugendorchesters Hamburg, mit dem er später als Solist von Mahlers Kindertotenliedern auf Kanada-Tournée ging.

Begleitet von Helmut Deutsch und seit 20 Jahren von seinem Duo-Partner am Klavier Thomas Seyboldt hat Begemann auf dem Konzertpodium über 300 Schubertlieder gesungen. "Er zählt ohne Frage zu den führenden Liedersängern unserer Zeit." (Badische Neueste Nachrichten) Der SWR präsentierte eine Reihe von "live" gesendeten Schubertabenden, darunter die Winterreise. Im WDR stellte sich das Liedduo mit 60 Jahre Lieder aus Theresienstadt von Ullmann und Haas vor. Rihm, Trojahn, Killmayer, Eggert und Ruzicka schrieben für ihn Lieder, die bei der schubertiade.de und beim Kissinger Sommer uraufgeführt wurden.

Großen Zuspruch findet das von Begemann und Seyboldt vor 8 Jahren ins Leben gerufene Schulprojekt der schubertiade.de. Unter Schirmherrschaft des Kultusministers Baden-Würtemberg führt das Liedduo landesweit im jeweiligen städtischen Konzertsaal Gesprächskonzerte für Schüler durch.

Hans Christoph Begemann sang u. a. in den Bach-Passionen im Wiener Musikverein, dem Auditorio Nacional Madrid, dem Palau de la Musica Barcelona, der Tonhalle Zürich sowie in den großen Konzertsälen Deutschlands. Er gastierte an der Finnischen Nationaloper Helsinki in der umjubelten Peter-Sellars-Inszenierung der Oper L`Amour de loin von Kaija Saariaho und sang in Nürnberg die Titelpartie des Prospero von Luca Lombardi. Nach Festengagements an den Opernhäusern in Gießen, Wuppertal und Darmstadt ist Begemann mit seinem Repertoire vom Wolfram von Eschenbach im Tannhäuser bis zu den "vier Bösewichtern" in Hoffmanns Erzählungen Gast an den Bühnen von Köln, Leipzig, Mannheim, Essen, Hannover, Wiesbaden und Basel. Mit Begemann in den Titelpartien sind gerade bei cpo die Gesamtaufnahmen von Il Templario von Nicolai und Arminius von Bruch erschienen.

Begemann unterrichtet eine Gesangsklasse an der Hochschule für Musik Rheinland/Pfalz in Mainz.

Sommerarbeitsphase 2009
Anna Katherine Claus, Violine

Anna Katherine ClausAnna Katherine Claus wurde im März 1993 in San Salvador geboren, wo sie als Dreijährige ihre Violinausbildung an der Musikschule Centro Nacional de Artes (CENAR) unter Leitung von Cathy Elias begann. Seit 2001 lebt sie in Deutschland, wo sie bis 2008 von Annette Seyfried, Leiterin der "Junge Streicherakademie Mainz" und Dozentin der Musikhochschule an der Gutenberg-Universität Mainz, weiter ausgebildet wurde. In dieser Zeit errang Anna Katherine Claus unter anderem einen ersten Bundespreis im Fach Kammermusik (Violine und Klavier), und einen 2. Bundespreis in der Solowertung Violine beim Wettbewerb "jugend musiziert". Seit Anfang 2008 ist sie Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt bei Prof. Susanne Stoodt.

Als Solistin konzertierte sie mehrfach mit der "Jungen Eschwege Philharmonie" und dem Wiesbadener Kammerorchester. Für 2009 sind Solo-Konzerte mit dem Staatsorchester El Salvador, dem Kammerorchester "arco musicale", dem Mainzer Kammerorchester und mit der Mozartgesellschaft Wiesbaden geplant. Ein bisheriger Höhepunkt war ihr Auftritt als Solistin im Violinkonzert Nr. 1 von Max Bruch mit dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz.

2005 nahm sie an einer Konzertreise der "Junge Streicherakademie Mainz" nach Hiroshima, Japan, teil. Neben an Meisterkursen bei Prof. Susanne Stoodt und Prof. Ida Bieler, nahm Anna Katherine Claus auch sehr erfolgreich an den Meisterkursen "Violine in Dresden", sowie der "Internationalen Baden-Badener Carl Flesch Akademie 2008", beide unter Leitung von Prof. Rainer Kussmaul, teil, was ihre jeweilige Auswahl zur Mitwirkung im Abschlusskonzert belegt. Ein besonderes Erlebnis war für sie persönlich Ihr Auftritt beim Benefiz-Galakonzert von der Botschaft und dem Generalkonsulat der Republik El Salvador. Seit 2007 ist Anna Mitglied im Landesjugendsinfonieorchester Hessen, seit 2009 ebenfalls im Bundesjugendorchester.

Anna Katherine Claus spielt eine Violine von "Giovan Paolo Magini Brescia", die sie sich als Leihgabe des Deutschen Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben erspielt hat.
Die Presse lobt sie in höchsten Tönen und attestiert ihr ein "brillantes Saitenfeuerwerk, beeindruckende Strichtechnik und einen füllig ausformulierten Ton".

Osterarbeitsphase 2009
Hyelee Chang, Klavier

Hyelee ChangDie aus Korea stammende junge Pianistin Hyelee Chang begann im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierunterricht. Bereits früh wurde ihre Begabung erkannt. So wurde sie bereits mit elf Jahren als Jungstudentin an der "Korean National University of Arts" aufgenommen. Daran schlossen sich zwei Jahre am "Julliard Pre-College" bei Prof. Oxana Yablonskaya an.

Neben der Klavierausbildung begann Hyelee Chang mit fünfzehn Jahren an der "Seoul Arts High School" auch Komposition zu studieren. Mit 19 Jahren wurde Sie in die Klasse von Prof. Catherine Vickers an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt aufgenommen, wo sie seither studiert. 2007 besuchte sie einen Meisterkurs bei dem polnischen Pianisten Piotr Paleczny.

Zwischen 1997 und 1999 konnte sie in drei großen koreanischen Jugend-Wettbewerben zwei erste und einen zweiten Preis erringen. Außerdem wurde sie mit nur zwölf Jahren für das "Kum Ho Young Artist Concert" ausgewählt. 2005 folgte ein zweiter Preis bei Nichtvergabe des ersten Preises im Musikwettbewerb der koreanischen Elite-Universität "Kyoungwon".

Das Klavierspiel von Hyelee Chang beeindruckt durch Anschlagsvarianz und rhythmische Prägnanz, gepaart mit einfühlsamer musikalischer Gestaltung.

 

Winterarbeitsphase 2009
Lena-Maria Buchberger

Lena-Maria BuchbergerLena-Maria Buchberger wurde 1985 in Frankfurt am Main geboren.
Im Alter von 11 Jahren begann sie mit dem Harfenspiel. Nach den Anfängen bei Esther Groß an der Musikschule Bad Vilbel hatte sie ab 2000 bei Petra van der Heide (Staatstheater Darmstadt, inzwischen Concertgebouw Amsterdam) und ab 2003 bei Eva Röthke (Staatstheater Mannheim) Unterricht. Seit 2005 studiert sie bei Prof. Maria Graf an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin. Im Sommer 2007 besuchte sie einen Meisterkurs bei Marie-Pierre Langlamet (Berliner Philharmoniker).

Lena-Maria Buchberger ist mehrfache Regional-, Landes- und Bundespreisträgerin beim Wettbewerb "Jugend Musiziert" und war von 2001-2004 Mitglied des Jugend-Sinfonie-Orchesters Hessen. Sie spielte u. a. im Landesjugendorchester Nordrhein-Westfalen, in der Russischen Kammerphilharmonie Sankt Petersburg, im RIAS-Jugendorchester, im West-Eastern Divan Orchestra und in der Jungen Deutschen Philharmonie. Als Aushilfe gastierte sie bei den Berliner Philharmonikern unter den Dirigenten Sir Simon Rattle, Bernard Haitink, Jiri Belohlavek und Daniel Barenboim, ab 2010 ist sie Mitglied der Orchesterakademie dieses Orchesters.

Seit 2004 wird sie gefördert von "Yehudi Menuhin Live Music Now e.V.", im Jahr 2006 gewährte ihr die "Oskar und Vera Ritter-Stiftung" eine Unterstützung zum Kauf ihres Konzertinstrumentes. Im Jahr 2007 wurde sie in die Förderkartei des "Forum Tiberius - Internationales Forum für Kultur und Wirtschaft" aufgenommen und erhielt ein Förderstipendium der "Hans und Eugenia Jütting Stiftung".

Beim Deutschen Musikwettbewerb 2008 errang sie ein Stipendium, verbunden mit der Aufnahme in die "Bundesauswahl Konzerte junger Künstler" des Deutschen Musikrates für die Saison 2009/2010.

 

Sommerarbeitsphase 2008
Britta Hübel

Britta HübelBritta Hübel wurde 1977 in Rheda-Wiedenbrück, Nordrheinwestfalen, geboren. Nach ihrem Abitur nahm Sie an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt am Main ihr Schauspiel-Studium auf, das sie 2002 mit dem Bühnendiplom abschloss. Bereits während des Studiums war sie als Gast am Nationaltheater Mannheim in Sarah Kanes Phädras Liebe engagiert. In diese Zeit fällt auch ihre Mitwirkung in der Produktion Hello + Goodbye, einem Liederabend am Gallus Theater in Frankfurt, in dem sie als Sängerin (Alt) zu erleben war.

Direkt im Anschluss an ihr Studium wurde Britta Hübel festes Ensemblemitglied am Staatstheater Darmstadt. Nach ihrem Debüt als Irina in Tschechows Drei Schwestern spielte sie hier zwischen 2002 und 2007 mit sehr großem Erfolg unter anderem die Luise in Schillers Kabale und Liebe, die Titelrollen in Oscar Wildes Salome und Euripides und Iphigenie in Aulis, die Elisabeth von Valois in Schillers Don Karlos, die Ala in Mrozeks Tango, sowie die Maria in der Uraufführung von Fausto Paravidinos Die Krankheit der Familie M.

Britta Hübel macht Hörfunk- und Synchronarbeiten und war im Fernsehen in den Kurzfilmen Eine Frage der Zeit und Rot zu sehen. Mit Martin Lukas Meister arbeitete sie bereits im Februar und Juni 2007 bei Familienkonzerten des Staatstheaters Darmstadt zusammen. Unter dem Titel "Hokuspokus Simsalabim" standen Dvoraks Mittagshexe, Liadovs Kikimora und Baba Yaga und Saint-Saens Danse macabre auf dem Programm. Britta Hübel agierte als Dreiviertelelf Hexe.

Zu ihrer Darstellung der Helena in Shakespeares Sommernachtstraum schrieb die Presse: "Britta Hübel legt viel Gefühl in ihr Spiel, sie ist wandelbar und spielt bedrückend echt."

 

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