Die Solisten des Landesjugendsinfonieorchesters
Winterarbeitsphase 2012
Niklas Liepe, Violine
Niklas Liepe, geboren 1990 in Göttingen, begann mit 4 Jahren Geige zu spielen, trat mit 7 Jahren erstmals öffentlich auf und wurde später an den Musikhochschulen Hannover (Prof. Krzysztof Wegrzyn) und Köln (Prof. Zakhar Bron) ausgebildet. Er studierte auch bei Prof. Priya Mitchell (London) an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Zurzeit ist er als Junger Solist im Kronberg Academy Masters Studiengang eingeschrieben, wo er bei Professorin Ana Chumachenco studiert.
Niklas Liepe wurde in nationalen und internationalen Wettbewerben mit Preisen ausgezeichnet. Er wurde drei Mal 1. Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert", Preisträger der Deutschen Sparkassenstiftung, des Norddeutschen Rundfunks, des Braunschweig Classix Festivals, der Internationalen Festspielwochen Danzig, des Internationalen Kocian Violinwettbewerbs in Tschechien sowie zwei Mal Preisträger des Internationalen Henry-Wieniawski-Violinwettbewerbs in Polen.
Er konzertierte als Solist mit dem Staatsorchester Braunschweig, der Voigtland Philharmonie, dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt/Oder, dem Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, der Sinfonietta Mainz, dem Sinfonieorchester Rheine sowie bei den Dresdner Musikfestspielen unter der Leitung von John Holloway.
Seine ersten Rundfunkaufnahmen hatte Niklas Liepe mit 11 Jahren bei Radio Opole in Polen, seine erste CD-Produktion mit 12 Jahren an der Musikhochschule Hannover. Im Jahre 2007 nahm er an einem Dokumentarfilm über junge, herausragende internationale Violinisten teil, der oft im WDR, auf Arte und im BR gesendet wurde.
Niklas Liepe ist Stipendiat der renommierten Oscar und Vera Ritter Stiftung Hamburg.
Sommerarbeitsphase 2011
Peijun Xu, Viola
Peijun Xu, 1985 in Shanghai geboren, entwickelte bereits während ihres Studiums in China sowie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt und an der Kronberg Academy eine intensive Konzertkarriere. Neben einer Vielzahl von Soloauftritten war Peijun Xu Gast bei diversen Festivals, u.a. bei dem Ravinia Festival in Chicago, der Internationalen Music Academy Switzerland unter der Leitung von Seiji Ozawa, dem Verbier Musik Festival oder der Villa Musica Mainz. In diesem Rahmen konzertierte sie mit Künstlern wie Nicolas Chumachenco, Natalia Prischepenko, Patrick Demenga, Martin Ostertag, Paul Katz, Wen-Sinn Yang, Rainer Kussmaul oder Jens Peter Maintz. Als Solistin spielte sie u.a. mit der Philharmonie Baden-Baden, dem Kammerorchester Moscow Soloists unter Yuri Bashmet, dem Symphony Orchestra of New Russia und dem Sinfonieorchester Virtuosi Brunensis. In der laufenden Saison wird sie mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester Mozarts Sinfonia Concertante spielen. Weiterhin musizierte sie im Rahmen der Kronberg Academy mit international renommierten Solisten wie Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Tatjana Grindenko, Steven Isserlis und András Schiff. 2010 erschien unter dem Titel Romantic Inspirations – Musik von Robert und Clara Schumann eine gemeinsame CD mit jungen Solisten der Kronberg Academy.
Peijun Xus Interesse gilt neben dem Standardrepertoire auch der neuen Musik. So arbeitet sie mit Spezialensembles wie dem Ensemble Modern zusammen.
Ihre musikalische Ausbildung erhielt Peijun Xu zunächst in ihrer Geburtsstadt am Shanghaier Konservatorium bei Xin Zhang, Fei Wu und Xidi Shen. 2005 folgte der Wechsel an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt zu Roland Glassl, wo sie 2009 ihr Diplom mit Auszeichnung bestand. Zeitgleich wurde sie an der renommierten Kronberg Academy in das Masters Programm (bei Nobuko Imai) aufgenommen. Weitere wichtige Impulse gaben bedeutende Musiker wie Gidon Kremer, Kim Kashkashian oder Tabea Zimmermann.
Die junge Solistin des Kronberg Academy Masters Programms und Stipendiatin der Stiftung Villa Musica wird von verschiedensten Stiftungen in Asien und Europa gefördert und ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe. So gewann sie 2010 den 1. Preis des „6. Internationalen Yuri Bashmet Viola Wettbewerbs“ in Moskau und wurde darüber hinaus mit zwei Sonderpreisen für die beste Interpretation zweier Werke ausgezeichnet. Weiterhin erreichte sie den 2. Platz bei der „9th Lionel Tertis International Viola Competition“ 2006 in England, bei der sie auch den "Arthur Rubinstein Memorial" Preis erhielt und war Semifinalistin des internationalen Wettbewerbs „Concours de Geneve“ 2005. 2007 gewann sie mit ihrem Streichtrio den 3. Preis beim „2. Europäischen Kammermusikwettbewerb Karlsruhe“. Seit Juni 2011 ist sie Dozentin an der Musikhochschule Frankfurt tätig.
Peijun Xu spielt eine Viola von Giuseppe Cavaleri (ca.1740), eine Leihgabe der Stiftung Villa Musica Rheinland Pfalz.
Osterarbeitsphase 2011
Sebastian Sager, Posaune
Sebastian Sager, 1984 in Prien am Chiemsee geboren, erhielt seinen ersten Posaunenunterricht im Alter von sieben Jahren bei Wolfgang Diem an der Grassauer Musikschule.
Nach einem Jungstudium am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium bei Thomas Horch nahm er im Oktober 2002 sein Vollstudium bei Prof. Wolfram Arndt an der Hochschule für Musik und Theater in München auf.
2004 wechselte er zu Prof. Oliver Siefert an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Im November 2008 ging er als Gewinner des Lenzewski-Wettbewerbs hervor und studiert, nach Abschluss des künstlerischen Diploms, seit Februar 2009 in der Meisterklasse von Prof. Oliver Siefert.
Orchestererfahrung sammelte Sebastian Sager als Stipendiat der Orchesterakademie der Essener Philharmoniker, als Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und durch Aushilfstätigkeiten an der Oper Frankfurt am Main, dem Münchner Rundfunkorchester u. a. Seit September 2010 ist er Solo-Posaunist der Niederbayerischen Philharmonie.
Neben Tenor- und Altposaune zählen auch Basstrompete, Euphonium und Alphorn zu seinen Instrumenten.
Diese Vielseitigkeit macht ihn zu einem gefragten Kammermusikpartner, was Aushilfstätigkeiten u. a. bei "hr-Brass" oder "Frankfurt Chamber Brass" zeigen.
Mit der "munich brass connection" wurde er 2006 als bestes deutsches Blechbläserquintett Preisträger des V. Internationalen-Jan-Koetsier-Wettbewerbs. Neben zahlreichen Konzerten auf großen Festivals im In- und Ausland erschien Anfang 2010 das Debüt-Album "Wonderful World".
Als Posaunist der "Münchner Salettlmusi" ist er auch seinen musikalischen Wurzeln treu geblieben.
Außerdem ist Sebastian Sager mit "47 Saiten und ein Zug" – ein Duo mit Anna Maria Seul (Harfe) – und mit Orgel zu hören.
Winterarbeitsphase 2011
Peter Sadlo, Schlagzeug
...Der Mitreißer „Rebonds“ für Schlagzeug solo von Iannis Xenakis stand dann als
verkörperte Wucht vor den Hörern. Sadlo behandelte das Stück, als hätte er hier
Heimrecht. Solch Selbstvertrauen, solche in Beschlag genommene Weite braucht
das Werk, um wie ein geballter, dabei konzise behauener Block mitzureißen.
Großartig!(...) Reinhard Schulz, Süddeutsche Zeitung
Peter Sadlo, von der Presse als Jahrhundertbegabung bezeichnet, gehört spätestens seit
seinem 1. Preis beim renommierten „Internationalen Musikwettbewerb der ARD“ 1985 zu
den unumstrittenen Sternen seiner Zunft. Er steht für eine der geradlinigsten, aber auch
ungewöhnlichsten, wenngleich auf außergewöhnlichem Talent beruhenden Karrieren im
Fach Schlagzeug.
Der gebürtige Nürnberger wird während seiner Studienzeit mit zahlreichen
Auszeichnungen hochdekoriert und ist gerade einmal 20 Jahre alt, als er seiner Berufung
zum Solopauker bei den Münchner Philharmonikern folgt.
Doch Peter Sadlo ist der Orchesterbetrieb alleine nicht genug. 1997 gibt er seine Tätigkeit
bei den Münchner Philharmonikern auf. Seine stärkste Herausforderung gilt fortan seinen
Aktivitäten als Solist und er konzentriert sich auch auf die kammermusikalische
Zusammenarbeit mit Künstlern wie Martha Argerich, Anna Gourari, Gabor Boldoczki, HK
Gruber, Clemens Hagen oder Gidon Kremer, mit denen er auf den Konzertpodien der
ganzen Welt konzertiert. Einladungen weltweit zu den renommiertesten Orchestern und
Festivals zeigen das Interesse an dem einzigartigen Künstler.
Bei den Firmen Universal, Deutsche Grammophon, EMI, Teldec, Cavalli Records, und
Thorofon sind Aufnahmen von Peter Sadlo erschienen. 1998 wird er von der Deutschen
Phono Akademie mit dem Echo Klassik Preis honoriert als Instrumentalist des Jahres.
Um sein Können und seine Erfahrung auch an die jüngere Generation weiterzugeben,
unterrichtet Peter Sadlo seit vielen Jahren als Professor an der Hochschule für Musik und
Theater in München und auch an der Universität „Mozarteum“ in Salzburg.
1997 erhält er die Doktorwürde im Fach Musikwissenschaften an der Universität Bukarest
und für besondere Verdienste auf dem Gebiet der Perkussion verleiht ihm 2003 die
Staatliche Musikakademie Sofia die Ehrendoktorwürde.
Im April 2005 würdigt die Europäische Kulturstiftung „Pro Europa“ Peter Sadlo im
Concertgebouw Amsterdam mit dem Europäischen Kulturpreis (Solistenpreis).
Peter Sadlo bekam 2006 den Kulturpreis Bayern der E.ON Bayern AG verliehen für seine
herausragende künstlerische Arbeit. Ständig neuen Aufgabengebieten gegenüber
aufgeschlossen betreut er als Nachfolger Gidon Kremer`s seit 2007 als Künstlerischer
Leiter das kammermusikalisch hochkarätig besetzte Basler Festival „les muséiques“ und
fungiert als Künstlerischer Berater des „Hauses Marteau“, das international renommierte
Meisterkurse für Gesang, Soloinstrumente und Kammermusik veranstaltet
Sommerarbeitsphase 2010
Christoph Schneider, Klarinette
Christoph Schneider wurde 1989 in Frankfurt am Main geboren. Er begann im Alter von acht Jahren Klarinette zu spielen - zunächst bei Markus Klee in Mainz, ab 2003 bei Markus Jammers an der Wiesbadener Musik- und Kunstschule.
Zwischen 2000 und 2008 war er mehrfach Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ in Solo-, Duo- und Ensemblewertungen und gewann den Drosihn-Förderpreis des Lions-Club Wiesbaden.
2005 wurde Christoph Schneider Jungstudent bei Prof. Johannes Gmeinder an der Musikhochschule Mainz, wo er beim Hochschulwettbewerb 2007 den ersten Platz belegte. Seit 2008 studiert er bei Prof. Martin Spangenberg an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar.
In den Jahren 2004 bis 2008 war Christoph Schneider zunächst Mitglied des Landesjugendorchesters Rheinland-Pfalz, später des Bundesjugendorchesters. Dort spielte er als Soloklarinettist unter namhaften Dirigenten wie Steven Sloane, Klauspeter Seibel, Kirill Petrenko und Sir Simon Rattle und nahm an Konzertreisen nach Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen und Südosteuropa teil. Seit 2010 ist Christoph Schneider Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie.
Christoph Schneider ist seit 2007 Stipendiat der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ und wurde im folgenden Jahr zudem in die „Stiftung Villa musica Rheinland-Pfalz“ aufgenommen.
Neben Meisterkursen bei Johannes Peitz und Ralph Manno, besuchte er zahlreiche Kurse der „Villa musica“, u.a. mit Ulf Rodenhäuser, Dag Jensen und Radovan Vlatkovic. Außerdem Kammermusikkurse der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz, der Sommerakademie Detmold oder des Ensembles Clarimonia.
Mit anderen ehemaligen Mitgliedern des Bundesjugendorchesters gründete er im Jahr 2009 das „canorusquintett“, das unter anderem von Klaus Becker, Andrea Lieberknecht und Martin Spangenberg musikalisch unterstützt wird.
Osterarbeitsphase 2010
Oscar Bohórquez, Violine
2004 sagte Christoph Eschenbach: "Oscar Bohórquez ist einer der vielver-sprechendsten jungen Geiger. Seit einigen Jahren beobachte ich seine Karriere und kann bestätigen, dass seine her-vorragende Technik, seine musikalische Tiefe und sein Charisma außerordentlich sind." Im September 2009 hat Oscar Bohórquez sein Debüt als Solist mit dem London Philharmonic Orchestra gespielt. Zur gleichen Zeit kam sein Solo Album mit Werken von Piazzolla, Bertold Hummel, und Ysaye bei amazon.com auf den Markt.
Im Januar 2008 erschien das Album "Seduced" in London, das Oscar Bohórquez gemeinsam mit seinem Bruder, dem Cellisten Claudio Bohórquez, eingespielt hat. Anlässlich des Neujahrskonzertes 2007 gastierte Oscar Bohórquez im Gewandhaus Leipzig mit dem MDR Sinfonieorchester. Solistisch konzertierte der junge Violinist in Deutschland in der Berliner Philharmonie, Gewandhaus Leipzig, Musikhalle Hamburg, Stuttgarter Liederhalle, Konzerthaus Karlsruhe, Beethovenhalle Bonn, und die Meistersingerhalle Nürnberg. International gastierte er zuletzt mit der London Philharmonic im Eastbourne Congress Theatre.
Im Rahmen des Kronberger Kammermusikfestivals musizierte Oscar Bohórquez mit Gidon Kremer und Boris Pergamenschikow. Es folgten weitere Festivalauftritte u.a. beim Bebersee Festival, und musik:landschaft Westfalen 2009. Darüber hinaus ist er in der Kammermusik international engagiert, so war er in den USA, Grossbritannien (London- Royal Academy, Barbican), Spanien, Schweiz (Zuerich, Basel, Luzern), Deutschland, Tschechische Republik (Rudolfinum-Prag), Peru und Uruguay unter anderem mit Julius Berger, Markus Groh, Claudio Bohórquez tätig.
2010 folgen Kammermusikprojekte mit Antoine Tamestit, Kirill Gerstein und Daishin Kashimoto, wie auch Solo Tourneen mit Bartok Violinkonzert und Brahms Doppelkonzert.
Von 1998 bis 2002 studierte Oscar Bohórquez bei Aaron Rosand am renommierten "Curtis Institute of Music" in Philadelphia/USA. Von 2002 bis 2008 studierte er bei Günter Pichler, Primarius des Alban-Berg-Quartetts, an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien.
Anregung in Zeitgenössischer Musik erhielt Oscar Bohórquez beim Komponisten Bertold Hummel in Würzburg durch die Erarbeitung dessen Suite für Violine Solo (1979) op.78.
Oscar Bohórquez residiert zur Zeit in London. Er spielt auf der Giovanni Battista Guadagnini "Grande Dame" aus dem Jahre 1770, ehemalig im Besitz von G.Pichler/Alban Berg Quartett.
Winterarbeitsphase 2009 / 2010
Hans Christoph Begemann
Hans Christoph Begemann wurde 1962 in Hamburg geboren. Er studierte Gesang bei Claus Ocker, Ernst Haefliger und Aldo Baldin und ist erster Preisträger des Internationalen Schubert-Wettbewerbs in Osaka. Er war mit 18 Jahren Konzertmeister des Landesjugendorchesters Hamburg, mit dem er später als Solist von Mahlers Kindertotenliedern auf Kanada-Tournée ging.
Begleitet von Helmut Deutsch und seit 20 Jahren von seinem Duo-Partner am Klavier Thomas Seyboldt hat Begemann auf dem Konzertpodium über 300 Schubertlieder gesungen. "Er zählt ohne Frage zu den führenden Liedersängern unserer Zeit." (Badische Neueste Nachrichten) Der SWR präsentierte eine Reihe von "live" gesendeten Schubertabenden, darunter die Winterreise. Im WDR stellte sich das Liedduo mit 60 Jahre Lieder aus Theresienstadt von Ullmann und Haas vor. Rihm, Trojahn, Killmayer, Eggert und Ruzicka schrieben für ihn Lieder, die bei der schubertiade.de und beim Kissinger Sommer uraufgeführt wurden.
Großen Zuspruch findet das von Begemann und Seyboldt vor 8 Jahren ins Leben gerufene Schulprojekt der schubertiade.de. Unter Schirmherrschaft des Kultusministers Baden-Würtemberg führt das Liedduo landesweit im jeweiligen städtischen Konzertsaal Gesprächskonzerte für Schüler durch.
Hans Christoph Begemann sang u. a. in den Bach-Passionen im Wiener Musikverein, dem Auditorio Nacional Madrid, dem Palau de la Musica Barcelona, der Tonhalle Zürich sowie in den großen Konzertsälen Deutschlands. Er gastierte an der Finnischen Nationaloper Helsinki in der umjubelten Peter-Sellars-Inszenierung der Oper L`Amour de loin von Kaija Saariaho und sang in Nürnberg die Titelpartie des Prospero von Luca Lombardi. Nach Festengagements an den Opernhäusern in Gießen, Wuppertal und Darmstadt ist Begemann mit seinem Repertoire vom Wolfram von Eschenbach im Tannhäuser bis zu den "vier Bösewichtern" in Hoffmanns Erzählungen Gast an den Bühnen von Köln, Leipzig, Mannheim, Essen, Hannover, Wiesbaden und Basel. Mit Begemann in den Titelpartien sind gerade bei cpo die Gesamtaufnahmen von Il Templario von Nicolai und Arminius von Bruch erschienen.
Begemann unterrichtet eine Gesangsklasse an der Hochschule für Musik Rheinland/Pfalz in Mainz.
Sommerarbeitsphase 2009
Anna Katherine Claus, Violine
Anna Katherine Claus wurde im März 1993 in San Salvador geboren, wo sie als Dreijährige ihre Violinausbildung an der Musikschule Centro Nacional de Artes (CENAR) unter Leitung von Cathy Elias begann. Seit 2001 lebt sie in Deutschland, wo sie bis 2008 von Annette Seyfried, Leiterin der "Junge Streicherakademie Mainz" und Dozentin der Musikhochschule an der Gutenberg-Universität Mainz, weiter ausgebildet wurde. In dieser Zeit errang Anna Katherine Claus unter anderem einen ersten Bundespreis im Fach Kammermusik (Violine und Klavier), und einen 2. Bundespreis in der Solowertung Violine beim Wettbewerb "jugend musiziert". Seit Anfang 2008 ist sie Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt bei Prof. Susanne Stoodt.
Als Solistin konzertierte sie mehrfach mit der "Jungen Eschwege Philharmonie" und dem Wiesbadener Kammerorchester. Für 2009 sind Solo-Konzerte mit dem Staatsorchester El Salvador, dem Kammerorchester "arco musicale", dem Mainzer Kammerorchester und mit der Mozartgesellschaft Wiesbaden geplant. Ein bisheriger Höhepunkt war ihr Auftritt als Solistin im Violinkonzert Nr. 1 von Max Bruch mit dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz.
2005 nahm sie an einer Konzertreise der "Junge Streicherakademie Mainz" nach Hiroshima, Japan, teil. Neben an Meisterkursen bei Prof. Susanne Stoodt und Prof. Ida Bieler, nahm Anna Katherine Claus auch sehr erfolgreich an den Meisterkursen "Violine in Dresden", sowie der "Internationalen Baden-Badener Carl Flesch Akademie 2008", beide unter Leitung von Prof. Rainer Kussmaul, teil, was ihre jeweilige Auswahl zur Mitwirkung im Abschlusskonzert belegt. Ein besonderes Erlebnis war für sie persönlich Ihr Auftritt beim Benefiz-Galakonzert von der Botschaft und dem Generalkonsulat der Republik El Salvador. Seit 2007 ist Anna Mitglied im Landesjugendsinfonieorchester Hessen, seit 2009 ebenfalls im Bundesjugendorchester.
Anna Katherine Claus spielt eine Violine von "Giovan Paolo Magini Brescia", die sie sich als Leihgabe des Deutschen Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben erspielt hat.
Die Presse lobt sie in höchsten Tönen und attestiert ihr ein "brillantes Saitenfeuerwerk, beeindruckende Strichtechnik und einen füllig ausformulierten Ton".
Osterarbeitsphase 2009
Hyelee Chang, Klavier
Die aus Korea stammende junge Pianistin Hyelee Chang begann im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierunterricht. Bereits früh wurde ihre Begabung erkannt. So wurde sie bereits mit elf Jahren als Jungstudentin an der "Korean National University of Arts" aufgenommen. Daran schlossen sich zwei Jahre am "Julliard Pre-College" bei Prof. Oxana Yablonskaya an.
Neben der Klavierausbildung begann Hyelee Chang mit fünfzehn Jahren an der "Seoul Arts High School" auch Komposition zu studieren. Mit 19 Jahren wurde Sie in die Klasse von Prof. Catherine Vickers an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt aufgenommen, wo sie seither studiert. 2007 besuchte sie einen Meisterkurs bei dem polnischen Pianisten Piotr Paleczny.
Zwischen 1997 und 1999 konnte sie in drei großen koreanischen Jugend-Wettbewerben zwei erste und einen zweiten Preis erringen. Außerdem wurde sie mit nur zwölf Jahren für das "Kum Ho Young Artist Concert" ausgewählt. 2005 folgte ein zweiter Preis bei Nichtvergabe des ersten Preises im Musikwettbewerb der koreanischen Elite-Universität "Kyoungwon".
Das Klavierspiel von Hyelee Chang beeindruckt durch Anschlagsvarianz und rhythmische Prägnanz, gepaart mit einfühlsamer musikalischer Gestaltung.
Winterarbeitsphase 2009
Lena-Maria Buchberger
Lena-Maria Buchberger wurde 1985 in Frankfurt am Main geboren.
Im Alter von 11 Jahren begann sie mit dem Harfenspiel. Nach den Anfängen bei Esther Groß an der Musikschule Bad Vilbel hatte sie ab 2000 bei Petra van der Heide (Staatstheater Darmstadt, inzwischen Concertgebouw Amsterdam) und ab 2003 bei Eva Röthke (Staatstheater Mannheim) Unterricht. Seit 2005 studiert sie bei Prof. Maria Graf an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin. Im Sommer 2007 besuchte sie einen Meisterkurs bei Marie-Pierre Langlamet (Berliner Philharmoniker).
Lena-Maria Buchberger ist mehrfache Regional-, Landes- und Bundespreisträgerin beim Wettbewerb "Jugend Musiziert" und war von 2001-2004 Mitglied des Jugend-Sinfonie-Orchesters Hessen. Sie spielte u. a. im Landesjugendorchester Nordrhein-Westfalen, in der Russischen Kammerphilharmonie Sankt Petersburg, im RIAS-Jugendorchester, im West-Eastern Divan Orchestra und in der Jungen Deutschen Philharmonie. Als Aushilfe gastierte sie bei den Berliner Philharmonikern unter den Dirigenten Sir Simon Rattle, Bernard Haitink, Jiri Belohlavek und Daniel Barenboim, ab 2010 ist sie Mitglied der Orchesterakademie dieses Orchesters.
Seit 2004 wird sie gefördert von "Yehudi Menuhin Live Music Now e.V.", im Jahr 2006 gewährte ihr die "Oskar und Vera Ritter-Stiftung" eine Unterstützung zum Kauf ihres Konzertinstrumentes. Im Jahr 2007 wurde sie in die Förderkartei des "Forum Tiberius - Internationales Forum für Kultur und Wirtschaft" aufgenommen und erhielt ein Förderstipendium der "Hans und Eugenia Jütting Stiftung".
Beim Deutschen Musikwettbewerb 2008 errang sie ein Stipendium, verbunden mit der Aufnahme in die "Bundesauswahl Konzerte junger Künstler" des Deutschen Musikrates für die Saison 2009/2010.
Sommerarbeitsphase 2008
Britta Hübel
Britta Hübel wurde 1977 in Rheda-Wiedenbrück, Nordrheinwestfalen, geboren. Nach ihrem Abitur nahm Sie an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt am Main ihr Schauspiel-Studium auf, das sie 2002 mit dem Bühnendiplom abschloss. Bereits während des Studiums war sie als Gast am Nationaltheater Mannheim in Sarah Kanes Phädras Liebe engagiert. In diese Zeit fällt auch ihre Mitwirkung in der Produktion Hello + Goodbye, einem Liederabend am Gallus Theater in Frankfurt, in dem sie als Sängerin (Alt) zu erleben war.
Direkt im Anschluss an ihr Studium wurde Britta Hübel festes Ensemblemitglied am Staatstheater Darmstadt. Nach ihrem Debüt als Irina in Tschechows Drei Schwestern spielte sie hier zwischen 2002 und 2007 mit sehr großem Erfolg unter anderem die Luise in Schillers Kabale und Liebe, die Titelrollen in Oscar Wildes Salome und Euripides und Iphigenie in Aulis, die Elisabeth von Valois in Schillers Don Karlos, die Ala in Mrozeks Tango, sowie die Maria in der Uraufführung von Fausto Paravidinos Die Krankheit der Familie M.
Britta Hübel macht Hörfunk- und Synchronarbeiten und war im Fernsehen in den Kurzfilmen Eine Frage der Zeit und Rot zu sehen. Mit Martin Lukas Meister arbeitete sie bereits im Februar und Juni 2007 bei Familienkonzerten des Staatstheaters Darmstadt zusammen. Unter dem Titel "Hokuspokus Simsalabim" standen Dvoraks Mittagshexe, Liadovs Kikimora und Baba Yaga und Saint-Saens Danse macabre auf dem Programm. Britta Hübel agierte als Dreiviertelelf Hexe.
Zu ihrer Darstellung der Helena in Shakespeares Sommernachtstraum schrieb die Presse: "Britta Hübel legt viel Gefühl in ihr Spiel, sie ist wandelbar und spielt bedrückend echt."



